Das 22. Symposion ist dem Thema

Kunst und Psyche.

Alltagserfahrungen und Transzendenz in den Künstlerischen Therapien.

gewidmet und findet statt am

27. und 28. April 2012

Ort: INITA, Langensalzastrasse 5, 30169 Hannover
 

 Flyer zum Herunterladen

Tagungsleitung: Dipl.-Psych. Dr. Georg Franzen  und Professpr (Uni. Tiflis) Dr. Yolanda Bertolaso
                            kunstpsy@aol.com oder bkmt@bkmt.de 

Das 22. Symposium des Berufsverbandes für Musik-Tanz- und Kunsttherapie BKMT-Wissenschaftliche Gesellschaft für Künstlerische Therapien, geht der Frage nach dem Verhältnis von Transzendenz und Alltagserfahrungen in den künstlerischen Therapien nach. Religiösen und philosophischen Verständnissen vom Transzendenten ist gemeinsam, dass dieser Begriff eine Wirklichkeit bezeichnet, die das üblich Wahrnehmbare überschreitet. Für die Psychologie definiert Erich Fromm die Ziele einer transtherapeutischen Psychoanalyse als eine Befreiung des Menschen zu sich selbst durch ein größtmögliches Gewahr werden seiner selbst; Erreichen von Wohl-Sein (wellbeing), Unabhängigkeit und Liebesfähigkeit; Stärkung seines kritischen, des-illusionierenden Denkens und seines `Seins`. Abraham Maslow beschreibt in seiner Begründung der Transpersonalen Psychologie, dass wir ohne das Transzendente und Transpersonale krank, gewalttätig und nihilistisch, oder sonst hoffnungslos und apathisch werden. Maslow würdigt Grenzerfahrungen auch im Zusammenhang mit künstlerischen Tätigkeiten. Besonders in C.G. Jungs Analytischer Psychologie finden wir in der Annahme eines kollektiven Unbewussten und in der gesamten Symboltheorie eine praktische Umsetzung im psychotherapeutischen Prozess, in der künstlerische Produktionen als Ressourcen gewürdigt werden. Auch das "Der Flow der Kreativität" (Mihaly Csikszentmihaly) bietet einen Hintergrund für transzendente Wirksamkeiten. Es gibt unzählige Beispiele in den Künsten, die uns vom Umgang mit Krisen erzählen, von Leiderfahrungen, aber auch von Momenten des Glücks, von Gefühlen der Geborgenheit und der Entfaltung. Bildende Künstlerinnen, Musiker, Tänzerinnen und Schriftsteller haben dies in einer hohen künstlerischen Form verbalisiert bzw. visualisiert. Diese Künstler/innen haben Mythen in ihre Werke mit einbezogen und ihrem Alltag oft mit den unterschiedlichsten subjektiven Formen der Transzendenz bereichert bzw. angereichert, um sich selbst zu entlasten und zu stützen, aber vor allem, um der Welt etwas mitzuteilen. In der klinischen und psychosozialen Praxis der Künstlerischen Therapien werden durch die vielfältigen Ausdruckmöglichkeiten Klienten und Patienten besonders dafür sensibilisiert, den  eigenen  subjektiven und auch  transzendenten  Erfahrungsräumen mit künstlerischen Mitteln innerhalb der therapeutischen Beziehung zu begegnen. Dies erfordert eine ressourcenorientierte Achtsamkeit von Seiten des künstlerischen Therapeuten. In diesem Sinne soll in der Tagung der Fragestellung zum Verhältnis von Transzendenz und Alltagserfahrungen in den künstlerischen Erfahrungen nachgegangen werden. Erfahrungen, Möglichkeiten und Grenzen in der therapeutischen Begegnung und Begleitung sollen angedacht und ausgelotet werden. Der BKMT freut sich die Tagung gemeinsam mit dem Institut INITA in Hannover durchzuführen.

 Programm

 Freitag

17.00 Uhr Prof. Dr. Yolanda Bertolaso und Dr. Georg Franzen:

Begrüßung und Einführung in das Tagungsthema

18.00 Uhr Univ.-Prof. Dr. Barbara Wichelhaus :

Zur ästhetischen Differenz von Kunst und Leben in den Künstlerischen Therapien

19.00 Uhr Abendessen

20.00-Uhr Bühne

Studentinnen des Masterstudienganges Tanztherapie unter der Leitung von Prof. Dr. Yolanda Bertolaso

 Samstag

9.00 Uhr Matthias Sell:

Kunst, Beziehung und Transzendenz

10.00 Uhr Univ.-Prof. Dr. Dr. Karl Hörmann:

Alltagserfahrungen und Transzendenz in der Musiktherapie

11.00 Uhr Pause

11.30 Uhr Dr. Laura Bettag:

Wie heißt das…Citta…weißt du…am Ende sieht man alles: Alltagserfahrung und Transzendenz in einer aktuellen autobiografischen Choreografie

13.00 Uhr Mittagspause

14.30 Uhr Prof. Dr. Ruth Hampe:

Transparenz und Transzendenz - Herausforderungen im Alltäglichen

15.30 Uhr Podium/Abschluss

Begleitend: Gestalterisches Tagungsprotokoll unter der Anleitung von Monika Rühlicke

 

Tagungsgebühr: 120,00 Euro

Ermäßigt: 60,00 Euro (Studierende des Instituts INITA, der Akademie für Künstlerische Therapien MTK und BKMT Mitglieder)

Die Zertifizierung bei der Ärztekammer (ÄKN) und Psychotherapeutenkammer (PKN) (Fortbildungspunkte) wird beantragt.

 

Anmeldungen:

INITA gemeinnützige GmbH

Langensalzastr. 5

30169 Hannover

Tel.: 0511-98845-0

Fax: 0511-805700

E-Mail  institut@inita.de

Internet: www.inita.de

 

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